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Geburtsanzeigen

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Wenn Ihr Kind in Saudi Arabien geboren wurde und ein Elternteil deutscher Staatsangehöriger ist, können Sie für Ihr Kind eine deutsche Geburtsurkunde beantragen.

Drei Babys in der Universitätsfrauenklink in Leipzig
Drei Babys in der Universitätsfrauenklinik in Leipzig© dpa / picture-alliance

Wenn Ihr Kind in Saudi-Arabien geboren wurde, ist eine Geburtsanzeige in Deutschland nicht zwingend erforderlich.

Beim Erstgeborenen, dessen Eltern keinen gemeinsamen Ehenamen führen, wird jedoch die Abgabe einer Namenserklärung notwendig, z. B. bei der Beantragung eines Kinderreisepasses oder eines biometrischen Passes.

Sollte eine Namenserklärung notwendig sein oder sollten Sie eine Geburtsurkunde wünschen, können Sie bei der Botschaft in Riad oder beim Generalkonsulat in Djidda eine Namenserklärung abgeben bzw. einen Antrag auf Beurkundung der Geburt einer/s Deutschen stellen. Zuständig für die wirksame Entgegennahme der Namenserklärung bzw. für die Beurkundung der Geburt ist das Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kind oder (wenn das Kind nie in Deutschland wohnte) die antragstellende Person ihren
Wohnsitz hat oder zuletzt hatte oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. 

Eine Zuständigkeit des Standesamtes I in Berlin ist nur gegeben, wenn weder das Kind noch die antragstellende Person jemals (auch nicht als Kind) im Inland wohnhaft waren.

Für die Namenserklärung bzw. für die Beurkundung einer Geburt benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • ausgefüllte Erklärung zur Namensführung bzw. ausgefüllter Antrag auf Beurkundung der Geburt des Kindes (s.u.)
  • Original der saudi-arabischen Geburtsurkunde, legalisiert durch das saudi-arabische Außenministerium und übersetzt durch einen anerkannten Übersetzer
  • Original der Heiratsurkunde der Eltern, legalisiert und übersetzt durch einen anerkannten Übersetzer, sofern es sich nicht um eine deutsche Urkunde handelt
  • Reisepässe der Eltern
  • Original der Geburtsurkunden beider Elternteile, bei ausländischen Urkunden mit Legalisation und Übersetzung
  • evtl. Einbürgerungs-/Abstammungsurkunden der Eltern, falls die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erworben wurde
  • Scheidungsurteile aus Vorehen oder weiteren bestehenden Ehen, falls zutreffend

Die Originalunterlagen sind hier nebst zwei Kopien vorzulegen.

Die Botschaft bzw. das Generalkonsulat behalten sich das Recht vor, bei Bedarf weitere Unterlagen nachzufordern.

Nach Aufnahme der Geburtsanzeige oder der entsprechenden Namenserklärung kann die Botschaft bzw. das Generalkonsulat für Ihr Kind einen Reisepass ausstellen. Bitte haben Sie aber dafür Verständnis, dass die Auslandsvertretung im Fall, dass die Eltern unterschiedliche Familiennamen führen, zunächst die Bestätigung der Namensführung durch das zuständige Standesamt in Deutschland abwarten muss. Dies kann u.U. einige Wochen in Anspruch nehmen.

Sie haben die Wahl zwischen einem Kinderreisepass, der direkt durch die Auslandsvertretung ausgestellt werden kann, oder einem biometrischen Reisepass, der bei der Bundesdruckerei in Berlin bestellt werden muss. Nähere Informationen zu Passanträgen und den vorzulegenden Unterlagen erhalten Sie unter der Rubrik „Pässe“.

 

Nachfolgend finden Sie alle relevanten Formulare:

Anlage 1 Antrag auf Beurkundung einer Auslandsgeburt

Anlage 2 Erklärung zur Namensführung eines Kindes bei Geburt außerhalb der EU

Anlage 3 Erklärung zur Namensführung eines Kindes bei Geburt innerhalb der EU (Art 48 EGBGB)

Anlage 4 Erklärung zur Namensführung eines Kindes – Einbenennung

Anlage 5 Erklärung zur Namensführung eines volljährigen Kindes

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